Vertrauen schaffen. Orientierung geben. Gemeinsam wachsen. 

HUNDEWISSEN

Wissen, Erfahrungen und Gedanken für ein entspanntes Zusammenleben mit dem Hund.

Hunde zu verstehen bedeutet für mich, wirklich hinzuschauen - Ihre feinen Signale wahrzunehmen, ihre Gefühle ernst zu nehmen und zu verstehen, was sie uns mit ihrem Verhalten sagen möchten. 


In meinem Hundewissen teile ich meine ganz persönlichen Gedanken, Erfahrungen und mein Wissen aus meiner täglichen Arbeit mit Hunden und ihren Menschen. Denn für mich beginnt wirklich gutes Hundetraining genau dort, wo Vertrauen entsteht und Mensch und Hund lernen, miteinander und aneinander zu wachsen - und sich dann wirklich aufeinander einlassen.

Dabei geht es mir nicht in erster Linie um die gleich sichtbare und vorzeigbare Perfektion. Viel wichtiger sind für mich die kleinen, leisen Momente dazwischen. Wenn Vertrauen wächst, Kommunikation entsteht und Mensch und Hund einander wirklich verstehen. 

Ich möchte euch inspirieren und ermutigen, euren Hund besser verstehen zu lernen und ihn vielleicht auch mit ganz neuen Augen sehen zu können -  mehr Sicherheit im Alltag zu gewinnen und die gemeinsame Zeit dann noch bewusster und entspannter zu erleben. Für eine Verbindung, die weit über ein gutes Training hinausgeht. 

Vergleicht euch nicht mich anderen Mensch-Hund-Teams. Jeder Mensch ist einzigartig. Jeder Hund ist einzigartig. Und genau darin liegt der Wert eures gemeinsamen Weges. Durch meine Arbeit mit vielen verschiedenen Menschen und Hunden, habe ich über die Zeit immer wieder erlebt, dass gerade im Hundebereich durch Social Media oft der Eindruck von perfekten Teams entsteht. Doch Bilder und Videos zeigen oft nur kleine Ausschnitte. Auch hinter diesen ganzen schönen Vorzeige-Momenten auf den sozialen Medien, steckt oft ein ganz normaler Alltag mit Herausforderungen, kleinen Rückschritten und ganz vielen Lernmomenten. 

Im Hundetraining begegnen uns oft viele verschiedene Meinungen, viele Wege und viele Menschen mit ganz eigenen Erfahrungen. Das macht diesen Bereich so unglaublich vielfältig. Für mich zeigt sich gutes Hundetraining nicht darin, wie perfekt etwas nach außen aussieht. Es geht doch vielmehr darum, mit Verständnis, Geduld und Fachwissen ganz genau hinzuschauen. Den Menschen, den Hund und genau das, was zwischen diesen beiden entsteht, wirklich auch zu verstehen. Jedes Mensch-Hund-Team ist ganz einzigartig und bringt immer seine eigenen Geschichte, seine Stärken und Herausforderungen mit.

Mir ist wichtig, den Blick auf das Wesentliche zu richten.

Natürlich ist unser Herz immer auf Harmonie programmiert. Wir wünschen uns, dass es mit unserem Hund immer leicht ist, dass wir uns verstehen und sich der Alltag immer gut und perfekt anfühlt. Doch oft ist es ein langer Weg bis genau  dorthin. Unser Verstand  ist darauf ausgerichtet Gefahren zu erkennen und Probleme direkt zu lösen. Gerade im Zusammenleben mit unserem Hund wird das oft deutlich und bedeutet im Gegenzug sehr schnell: Wir sehen dann nur noch, was nicht funktioniert, was fehlt - wo wir im Mangel sind und was noch nicht ausreicht oder gerade echt schwierig erscheint. Es geht aber meiner Meinung nach vielmehr darum, mit dem zu arbeiten, was gerade da ist, und gemeinsam mit euch Wege zu finden, die auch wirklich zu euch passen. Wege, die euch dabei helfen, bestimmte Situationen nachhaltig zu verändern und im Alltag auch langfristig etwas zu bewirken.


Ich schreibe regelmäßig verschiedene Artikel über verschiedene Themen, die uns im Zusammenleben und im Training mit unseren Hunden begegnen. Ich wünsche dir viel Freude beim Lesen. Echt schön, dass du hier bist!



Hundewissen & Gedanken I 01

Dummyarbeit, nicht nur reine Apportierarbeit, sondern Beziehungs- und Teamarbeit 

Wenn Menschen an die Dummyarbeit denken, kommt oft zuerst das Bild in den Kopf: ein Hund sprintet los, nimmt einen Dummy auf und bringt ihn zurück. Doch die wirkliche Dummyarbeit ist so viel mehr als das! Natürlich gehört das Apportieren dazu, aber es ist nur ein kleiner Teil dessen, was diese für mich ganz besondere Beschäftigungsart und Ausbildung ausmacht. Im Mittelpunkt dieser hoch komplexen Hundeausbildung steht für mich immer die so enge Zusammenarbeit zwischen Mensch und Hund. Dein Hund lernt im Laufe der Ausbildung zuzuhören, sich an dir zu orientieren und auch in sehr aufregenden Situationen ansprechbar zu bleiben. Du lernst mit der Zeit ganz klar mit deinem Hund zu kommunizieren und Vertrauen und Fähigkeiten in deinem Hund zu sehen und diese auf - und stetig auszubauen. Für mich gibt es keine schönere und intensivere Zusammenarbeit zwischen Mensch und Hund als die Dummyarbeit. 

Und für mich bedeutet Dummyarbeit nicht immer schneller, weiter und höher - es geht nicht nur um Geschwindigkeit. Es geht vielmehr um Ruhe, Konzentration, Impulskontrolle und darum, später dann gemeinsam komplexe Aufgaben lösen zu können. Die meisten Hund-Mensch-Teams profitieren sehr von dieser Art der Beschäftigung - und ganz sicher muss nicht jeder Hund, der regelmässig zu mir ins Training kommt auch ein Prüfungshund werden. Ihr alleine bestimmt euren ganz persönlichen und individuellen Weg. Nichts muss und alles kann. 

Was die gemeinsame Dummyarbeit so wertvoll macht ist vor allem der gemeinsame Weg. Ihr lernt auch kleine Fortschritte und Entwicklungen durch das Training wahrzunehmen, Herausforderungen zusammen zu meistern und deinen Hund als  vollwertigen Team-Partner zu sehen. 

Meiner Meinung und Erfahrung nach, geht es am Ende eigentlich um etwas ganz anderes: um das, was durch das gemeinsame Training zwischen euch entsteht. Vertrauen, Verständnis und Kommunikation - eine ganz besondere Verbindung! Genau darin liegt für mich das Wunderbare an dieser Arbeit!



Hundewissen & Gedanken I 02

Steadiness, wenn Ruhe zur echten Stärke wird

Der Begriff Steadiness ist ein Begriff, der uns im Dummytraining und in der jagdlichen Hundeausbildung häufig begegnet. Einigen von euch Lesern wird das Wort „Steadiness“ vielleicht erstmal erschrecken  … oder an die ein oder andere ungewollte Situation im Training erinnern. An den Moment, in dem der Dummy flog und der Hund plötzlich so seine ganz eigenen Pläne hatte …  ;-). Kennen ehrlich gesagt die meisten von uns!

Aber was genau bedeutet Steadiness eigentlich? Es klingt im Grunde komplizierter, als es eigentlich ist. Und trotzdem steckt hinter diesem kleinen Wort wieder ziemlich viel, was gerade in der Dummyarbeit und im jagdlichen Training eine sehr wichtige Rolle spielt. 

Vereinfacht gesagt bedeutet Steadiness: auch bei hoher Erregung ruhig, ansprechbar und kontrollierbar zu bleiben. Es bedeutet beispielsweise, dass der Hund erst zum Dummy starten darf, wenn er das Signal von seinem Menschen dazu erhalten hat. Der Hund sollte auch anderen Hunden ruhig bei der Arbeit zusehen können. Er sollte sich dabei lautlos und unauffällig verhalten. Besonders in der Jagd ist dieses Verhalten unverzichtbar. 

Dabei ist mir eines besonders wichtig zu sagen, dass Steadiness nicht bedeutet, dass der Hund emotionslos und regungslos neben dir sitzen soll.  Ganz im Gegenteil. Der Hund soll sich auf die Arbeit mit dem Dummy freuen, er darf natürlich voller Motivation und voller Begeisterung sein. Er soll aber gelernt haben, genau mit dieser Erregung umzugehen und sich trotz aller Reize von außen zurückzunehmen, ruhig zu sein und nicht jedem Impuls nachzugehen. Er soll innehalten und bei seinem Menschen bleiben, abwarten und darauf vertrauen, dass der richtige Moment für seine Aufgabe kommen wird. 

Nun bleibt noch die spannende Frage, wie ich meinen Hund denn nun überhaupt steady bekommen kann. Die Antwort darauf lautet: Steadiness ist kein einzelnes Kommando und auch keine einzelne Übung, die man einmal trainiert und dann sitzt sie. Steadiness entwickelt sich über ganz viele kleine Trainingsschritte und braucht in der Regel Zeit. Steadiness entsteht durch Erfahrungen, aber auch durch klare Regeln, Wiederholungen und durch Vertrauen. Und genau deshalb ist Stediness für mich ein längerer Trainingsweg. Je mehr Situationen ein Hund kennenlernt und je sicherer er darin wird, desto leichter fällt es ihm auch irgendwann in neuen und aufregenden Situationen ruhig und kontrollierbar zu bleiben. Natürlich müssen wir auch immer die ganz individuellen Eigenschaften eines jeden einzelnen Hundes beachten und berücksichtigen. Es gibt Hundetypen, die genetisch eine sehr hohe Motivation mitbringen und sehr stark auf Bewegungsreize reagieren. Besonders bei diesen Hundetypen muss ein starker Fokus auf den Bereich Steadiness gelegt werden. 

Und woher kommen denn nun Probleme aus dem Bereich Steadiness? Viele Schwierigkeiten mit der Steadiness entstehen dann, wenn die Erregung des Hundes zu hoch wird. Dies kann durch Überforderung im Training entstehen. Ich sage bewusst „kann“, denn es „könnte“ auch weitere Ursachen und Faktoren vorliegen, die dazu beitragen und das Verhalten noch begünstigen. Dabei lohnt es sich immer, ganz genau hinzuschauen und das Gesamtbild zu betrachten. Aus freudiger Aufregung und Erwartungshaltung können schnell ein „Fieper“ oder auch ein vorzeitige „Starter“ werden, auch andere Übersprungshandlungen wie zb. „knautschen“ lassen sich beobachten.  Mit einem sinnvollen und kleinschrittigen Trainingsaufbau können wir helfen, die Erregung im Training nach und nach wieder besser auszuhalten. Wichtig ist, dass erkannt und darauf eingegangen wird, wenn eine solche Problematik vorliegt. Das Ziel ist dann immer, die Trainingssituation für den Hund so zu gestalten, dass der Hund wieder entspannt arbeiten kann. Fiepen ist keine ansteckende Krankheit, aber für alle Beteiligten -besonders natürlich auch für den betroffenen Hund- keine angenehme Situation. Vielmehr lohnt es sich dann genauer hinzuschauen, warum der Hund denn überhaupt fiept, um hier eine Lösung herbeizuführen. 

Und auch hier ist Steadiness nicht nur ein Zustand, sondern wieder ein gemeinsamer Weg, auf dem Mensch und Hund lernen, auch in aufregenden Momenten miteinander in Verbindung zu bleiben und auf einander zu achten. 

Dummytraining ist immer so viel mehr und wird im Detail doch hochkomplex. 

Denkt bitte auch immer daran, dass der Hund das Verhalten nicht zeigt, um euch das Leben absichtlich schwer zu machen! In dem Moment kann er einfach nicht anders. 



Hundewissen & Gedanken I 03

Der richtige Hundetrainer, welcher Weg paßt zu euch?

Hundetrainer gibt es mittlerweile sehr viele - und mindestens genauso viele unterschiedliche Meinungen, Methoden, Wege und Ansätze. Das macht die Suche nach dem passenden Trainer nicht gerade leichter. Doch woher weiß ich, welcher Trainer zu mir und meinem Hund passen könnte? Gerade auch, wenn man Unterstützung sucht, kann die Vielzahl an Angeboten schnell überfordern. 

Für mich persönlich würde die Suche nach dem passenden Trainer nicht mit der Frage beginnen: wer ist der beste Trainer auf dem Markt, sondern tendenziell vielmehr mit der Frage: welcher Trainer könnte zu mir, meinen Vorstellungen und meinem Hund passen - und natürlich zu dem, was ich gemeinsam mit meinem Hund erreichen und machen möchte. Hundetraining ist meiner Meinung und Erfahrung nach etwas unglaublich Persönliches. Was für das eine Mensch-Hund-Team genau richtig ist, kann für das andere schon wieder unpassend sein. Kein Mensch-Hund-Team gleicht dem anderen. Jeder bringt seine eigenen Vorstellen, Erfahrungen, Erwartungen und auch Grenzen mit und auch jeder Hund ist unterschiedlich. Gutes Hundetraining bedeutet deshalb nicht, ein bestimmtes Konzept auf jedes einzelne Team zu übertragen. Es bedeutet für mich genau hinzuschauen. Wie tickt dieses Team - und was brauchen Mensch und Hund gerade? Was man ebenfalls nicht unterschätzen darf: Hundetraining findet nicht in einem luftleeren Raum statt. In den meisten Fällen spielt auch die Beziehung zwischen Mensch und Hund eine sehr große Rolle und beeinflusst, was im Training möglich und sinnvoll ist. 

Selbst wenn wir das eben aufgeführte theoretisch alles wissen, heisst es noch lange nicht, dass es zwischen Trainer und Team auch wirklich passt. Für mich persönlich ist dabei, neben vielen anderen Aspekten, mein Bauchgefühl ein sehr wichtiger Wegweiser. Das Gesamtpaket muss stimmen. Denn wenn ein Trainer seinen Menschen nicht richtig erreicht, kommen die Inhalte auch nicht nachhaltig an. Es gibt viele KollegenInnen auf dem Markt, die fachlich sehr gut sind - und eine fundierte, wissenschaftlich basierte Ausbildung bildet auch ganz sicher die Grundmauern, aber wenn die „Verbindung“ nicht stimmt, kann das beste Fachwissen nichts bewirken! Dabei versuche ich immer ganz bewußt, mein intuitives Bauchgefühl nicht mit einem Sympathiegefühl zu verwechseln. Bedeutet für mich, ich versuche ganz bewußt zu unterscheiden, ob ich mit der Person einen Kaffee trinken würde, weil ich sie eben als Person sympathisch finde oder ob ich mich kompetent genug angeleitet fühle. 

Und schon ist das Hundetraining auf einmal wieder viel komplexer als ursprünglich angenommen :). Für mich persönlich ist dabei auch nicht unbedingt, der Trainer am beeindruckendsten, dessen Hund am meisten trainiert und erfolgreichsten ist. Für mich gehören fachliche und soziale Kompetenz zusammen, sind aber zwei unterschiedliche Aspekte. Fachwissen ist die eine Seite. Vertrauen, Empathie und gegenseitige Wertschätzung die andere. Natürlich bringt der Trainer seine fachliche Expertise und Erfahrungswerte mit, aber ich muss ebenso das Gefühl haben, dass er mich versteht und es schafft mich abzuholen. Er sollte auch zwischen den Zeilen lesen können und mir erklären, warum wir etwas tun oder eben nicht tun. 

Und welchen Tipp kann ich euch als Hundetrainerin denn noch mit auf den Weg geben? Vielleicht fragt ihr euch: Bin ich die passende Trainerin für euch und euren Hund? Bin ich vielleicht die beste Hundetrainerin? Ganz ehrlich: Nein. Ich muß auch gar nicht die beste Hundetrainerin sein , und das möchte ich auch gar nicht für mich beanspruchen. Ich bin sicher nicht die passende Hundetrainerin für jedes Mensch-Hund-Team. Und das ist völlig in Ordnung so. Am Ende sollte es nicht darum gehen, den besten Trainer zu finden,  sondern den richtigen für euch als Team!

Und wenn ich in meinem Text von Trainern spreche, meine ich selbstverständlich Trainer & Trainerinnen gleichermaßen.



Hundewissen & Gedanken I 04

Lebenslanges lernen im Hundetraining, wer andere trainiert, sollte selbst immer weiterlernen 

Für mich gehört es ganz selbstverständlich dazu, mich als Trainerin immer weiterzubilden und weiterzuentwickeln.
Deshalb gehe ich selbst regelmäßig 
zu unterschiedlichen Trainer:innen und besuche Trainings aus ganz verschiedenen Bereichen. Nicht, um Zertifikate zu sammeln, sondern weil ich mich weiterentwickeln, Neues lernen, bestehende Herangehensweisen hinterfragen und meine eigene Arbeit auch immer wieder reflektieren möchte. Und manchmal natürlich auch einfach mal wieder um meine lieben und lustigen Kolleginnen zu treffen :) . Ich finde, gerade in einem Beruf, in dem wir andere Menschen und ihre Hunde begleiten, sollten wir selbst nie aufhören, neugierig zu bleiben und dazuzulernen.

Ich muss nicht besser sein als andere. Ich möchte aber heute besser sein als ich letztes Jahr war. Ich unterrichte heute sicherlich auch anders als vor zwei Jahren, und genau das ist mir wichtig. Meiner Meinung nach sollte ich als Trainerin anderen Kolleginnen immer offen zuhören können, auch wenn ich manche Punkte vielleicht anders sehe. Was ich dann anschließend daraus mache, ist eine ganz andere Sache. Und natürlich übernehme ich nicht jede Methode oder jeden Ansatz in mein eigenes Training. Aber ich finde es unglaublich wichtig, unterschiedliche Herangehensweisen selbst zu erfahren, um daraus dann den eigenen Weg zu entwickeln.

Wenn ich irgendwann aufhöre, anderen zuzuhören, nur weil ich glaube, selbst alles zu wissen, wäre das für mich ein deutliches Zeichen, wieder mal genauer hinzuschauen. Wir können alle noch voneinander lernen. Genau das macht die Arbeit und den Austausch so wertvoll. Auch die Vernetzung unter meinen Kolleginnen ist mir wichtig. Austausch und Zusammenarbeit bringen uns alle weiter, und macht dazu noch richtig Freude! Wir dürfen einfach nicht vergessen, dass auch in unserem Bereich ständig neue Erkenntnisse dazukommen und sich Wissen und Sichtweisen verändern. Genau dafür möchte ich offen bleiben. Ich möchte nicht in zehn Jahren noch genau das Gleiche lehren wie heute, nur weil ich irgendwann mal überzeugt davon war. Für mich gehört es dazu, die eigenen Überzeugungen immer wieder zu hinterfragen, Neues dazuzulernen und auch einfach mal sagen zu können: „Ok, vielleicht sehe ich das heute tatsächlich ein bisschen anders als damals.“ Genauso wenig glaube ich daran, immer nach einem festen Schema arbeiten zu müssen. Weiterentwicklung bedeutet für mich nämlich nicht, jeden Monat eine neue Methode in der Hand zu haben. Manchmal bedeutet Weiterentwicklung ganz einfach, eine alte Methode heute besser zu verstehen und genauer hinzuschauen. Die eigene Sichtweise zu hinterfragen. Oder auch einfach zu erkennen, dass eine Methode für ein bestimmtes Mensch-Hund-Team eben nicht die richtige Methode ist.

Wer andere Menschen mit ihren Hunden begleitet und coacht, sollte meiner Meinung nach auch selbst offen bleiben, dazuzulernen. Für mich bedeutet Professionalität deshalb nicht, auf alles eine Antwort zu haben. Es bedeutet, offen zu bleiben, kritisch zu hinterfragen und auch nach vielen Jahren noch bereit zu sein, etwas Neues zu lernen. Denn genau diese Offenheit hält unsere Arbeit doch lebendig, und sorgt dafür, dass wir uns stetig weiterentwickeln und auch langfristig auf einem hohen Niveau arbeiten können.


Du möchtest deinen Hund besser verstehen?

Dann melde dich gerne bei mir! 

Nicole 

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